Die Suche im Internet verändert sich. Statt zehn blauer Links bekommen viele Menschen heute eine fertige Antwort – von ChatGPT, von der Google-KI oder von anderen Assistenten. Für Unternehmen stellt sich damit eine neue Frage: Werden wir in diesen Antworten genannt?
Was ist KI-Suche?
KI-Suche bedeutet: Eine künstliche Intelligenz beantwortet eine Frage in ganzen Sätzen, statt nur eine Liste von Websites anzuzeigen. Die Antwort wird aus mehreren Quellen zusammengestellt, und oft werden diese Quellen verlinkt. Wer als Quelle genannt oder empfohlen wird, gewinnt Aufmerksamkeit – auch wenn der Nutzer nicht mehr durch die Suchergebnisse klickt.
Welche KI-Suchen gibt es?
- ChatGPT: kann für aktuelle Fragen im Web suchen und nennt dann seine Quellen.
- Google: zeigt bei vielen Suchen oben eine KI-Antwort („Übersicht mit KI“) über den klassischen Ergebnissen.
- Microsoft Copilot: greift auf die Suchmaschine Bing zurück.
- Perplexity, Gemini und andere Assistenten arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip.
Wir sprechen deshalb von der Suche bei Google und in der KI-Suche. Beide Wege führen zu Ihren Kunden.
Woher haben KI-Assistenten ihre Antworten?
Es gibt zwei Quellen. Zum einen das Wissen, das ein Sprachmodell beim Training gelernt hat. Es ist oft einige Monate alt und für ein einzelnes Unternehmen selten genau. Zum anderen eine Websuche in dem Moment, in dem die Frage gestellt wird. Dabei ruft der Assistent aktuelle Seiten ab, liest sie und fasst sie zusammen.
Für Fragen wie „Welcher Tischler in Klagenfurt macht Maßmöbel?“ ist vor allem die Websuche entscheidend. Und hier gilt: Was die Suchmaschine nicht findet oder nicht versteht, kann auch die KI nicht empfehlen.
Ersetzt die KI-Suche Google?
Nein – zumindest nicht so bald. Google selbst zeigt KI-Antworten an, und viele KI-Assistenten stützen sich auf klassische Suchmaschinen. Eine Website, die bei Google gut dasteht, hat deshalb auch in der KI-Suche gute Karten. Umgekehrt reicht klassische SEO allein nicht immer: Eine KI zitiert vor allem Seiten, die eine Frage klar und vollständig beantworten.
Wie wird mein Unternehmen in der KI-Suche gefunden?
Diese Schritte erhöhen die Chance, dass Ihre Website als Quelle herangezogen wird:
- Beantworten Sie echte Fragen. Schreiben Sie Überschriften als Fragen und geben Sie darunter sofort eine klare Antwort – so wie in diesem Beitrag.
- Eine Seite je Leistung. Wer „Badsanierung in Villach“ anbietet, braucht eine Seite, die genau das beschreibt – mit Ort, Ablauf und Preisrahmen.
- Nennen Sie Fakten. Adresse, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, Leistungen, Preise und Referenzen. Konkrete Angaben werden eher übernommen als allgemeine Werbesätze.
- Strukturierte Daten einbauen. Maschinenlesbare Angaben (schema.org) sagen Suchmaschinen und KI, wer Sie sind, wo Sie arbeiten und welche Fragen Sie beantworten.
- Einheitliche Firmendaten überall. Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf Website, Google-Unternehmensprofil und in Branchenverzeichnissen gleich lauten.
- Bewertungen und Erwähnungen sammeln. Assistenten berücksichtigen, was andere über Sie schreiben – Bewertungen, Presseberichte, Verzeichnisse.
- Technisch sauber bleiben. Schnelle Seiten, deren Text ohne Umwege lesbar ist, und eine robots.txt, die die Crawler der Suchdienste nicht aussperrt.
- Aktuell halten. Ein sichtbares Datum der letzten Aktualisierung und gepflegte Inhalte zeigen, dass die Angaben stimmen.
Was können Sie nicht beeinflussen?
KI-Antworten entstehen automatisch. Sie können sich je nach Formulierung der Frage, Zeitpunkt und Anbieter unterscheiden. Eine Garantie, in einer bestimmten Antwort genannt zu werden, kann niemand geben. Mit einer klaren, gut gepflegten Website verbessern Sie aber die Chancen deutlich – bei Google und in der KI-Suche gleichzeitig.
Wie prüfen Sie, wo Ihr Unternehmen heute steht?
Ein einfacher Test: Fragen Sie ChatGPT oder die Google-Suche so, wie Ihre Kunden fragen würden – etwa „Wer macht in Feldkirchen Websites?“ oder „Guter Installateur in Wolfsberg“. Werden Sie genannt? Welche Mitbewerber erscheinen, und welche Quellen werden verlinkt?
Einen strukturierten Überblick gibt der kostenlose Gipfelcheck: Er prüft je fünf Stationen für Google und für die KI-Suche. Wenn Sie Unterstützung möchten, finden Sie unsere Leistung dazu unter KI-Sichtbarkeit. Die klassische Grundlage beschreibt die Seite SEO-Agentur Kärnten.
